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Der Tag begann recht unsanft mit einem Weckruf um 5.30:

Messwetter!

Folgerichtig waren Mr. Bean und Kurbel in der DG-300/17 bzw. SB 14 auch kurz nach Sonnenaufgang bereits auf dem langen Weg in Richtung FL95, der viel Zeit für Fotos lässt:

„I wear my sunglasses at night“: Schorsch in der VE

Relikt aus der Vergangenheit: Das mit 2 x 1,3 GW leistungsfähigste deutsche AKW „Gundremmingen“ im morgendlichen Donautal.

Zwischen den Messflügen konnte Tüte zudem mit der AK 8 zwei Anstrichbilder zur Visualisierung der Wandstromlinien am Tragflügel-Profil erfliegen, das übrigens die schöne Bezeichung „DK95-103“ trägt. Beide waren – trotz z.T. schlechtem Folienaufbau – gut auswertbar.

Das Anstrichbild der Flügelunterseite der AK8, erflogen bei 150 km/h (Strömung von unten). Sowohl Beginn der laminaren Ablöseblase als auch die Linie des turbulenten Wiederanlegens sind gut erkennbar.

Somit liegen nun für drei Flugzustände sehr gute Übereinstimmungen mit den XFoil-Ergebnissen vor und die Karlsruher dürften sich zufriedengeben.

Tagsüber wurde fleißig und mit gutem Erfolg gezachert:

Gummi, Joscha, Google und Felix beim Zurückschieben des Ventus.

Um die VE auch weiterhin möglichst gut auslasten zu können, wird gegenwärtig Pünktchen als dritter von vier anwesenden DLR-Mitarbeitern eingewiesen. Ob das noch Einfluss auf das diesjährige Sommertreffen hat, ist allerdings fraglich.

Jens und Pünktchen vor der DR-400-Einweisung.

Gegen Abend wurde dann die ruhiger werdende Luft nochmals genutzt: So startete Kai zu einem sehr kurzen (aber deswegen nicht weniger erfolgreichen) Anstrichbild-Flug zwecks Untersuchung der Umströmung der neuen SB 14-Winglets.

Im Anschluss gab es dann noch einmal einen Rockefeller-Schlepp für die DG-300/17 mit Inge. Geplant war die Überprüfung von Auffälligkeiten, die sich bei Gummis gestrigem Flug zur Messung der Abhängigkeiten des Kabineninnendrucks ergeben haben, sowie die erneute Untersuchung kritischer Bereiche auf Ablösungen mittels Wollfäden.

Geplantes Programm des Fluges: Erfliegen von Kabinendrücken und Überprüfung der Anfälligkeit von Flügel-Rumpf-Übergang und Leitwerksverschneidung auf Schiebewinkel.

Wegen Verzögerungen bei der Ausführung des Messprogramms und menschlicher Fehleinschätzung reichte die Höhe jedoch nach dem Ausklinken nicht mehr für eine direkte Heimkehr nach Aalen-Elchingen aus, so dass eine unplanmäßige Zwischenlandung in Neresheim notwendig wurde. Das Bergfest kann somit als finanziell gesichert angesehen werden. Immerhin fand Jens in Neresheim sofort Thüringer Artgenossen vor…

Ausblick:

Der gegenwärtig vorherrschende Hochkeil dürfte uns weiterhin erhalten bleiben. Sofern die Luftmasse nicht feuchter wird, dürfte damit Messwetter auch für morgen wahrscheinlich sein.

Thermisch brauchbare Bedingungen werden sich wohl ohnehin einstellen, so dass wieder ordentlich gezachert werden dürfte. Zur Verfügung stehen gegenwärtig nach wie vor zunächst die beiden Doppelsitzer Janus Ce und Twin III. Für den Twin besteht – sofern Interesse vorhanden ist – die Möglichkeit, ihn auch mit ansteckbaren Nasenflügelchen zu zachern und ggf. die Neutralpunkte beider Konfigurationen zu erfliegen. Der einzige Einsitzer ist gegenwärtig der Ventus2ax. Für die kommende Woche erwarten wir aber Nachschub aus München, Aachen, Esslingen und evtl. Darmstadt. Nach Ankunft des neuen „Permit-to-fly“ (heute!) bzw. nach Abschluss der Vermessung stehen mit der B13 und SB 14 zwei aktuelle Prototypen für Zacherwütige bereit. Gerüchten zufolge soll auch eine ASW 27 eines Einheimischen gezachert werden.

Bei der Flugleistungsvermessung stehen noch 2-3 Tage für die SB 14 auf dem Programm, davon einer mit den neuen Winglets. Im Anschluss wird wohl der eGenius-Elektrosegler das Objekt des Interesses sein.

Zu den Sondermessprojekten: Die DG-300/17 soll weiterhin strömungs- und flugmechanisch seziert werden, weshalb wohl zu den Wollfadenversuchen auch Zacherflüge hinzukommen werden. Je nach Fortschritt wird auch der neue Discus 2c-DLR ein ähnliches Programm unterlaufen. Zudem soll auf diesem Sommertreffen möglichst die Trudelerprobung der AK 8 und die (Flatter-)Erprobung der neuen SB 14-Winglets abgeschlossen werden.

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