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Auch heute war wieder Messwetter, so dass mittlerweile schon der dritte Messtag der SB 14 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um die reine Leistungsvermessung einer einzelnen Konfiguration, sondern es wird auch der Einfluss verschiedener Parameter erprobt. So fliegen beide Flugzeuge teils mit geöffneten und teils mit geschlossenen Lüftungen; außerdem wurde bei der DG-300/17 noch einmal das 2011 entdeckte Phänomen eines positiven Einflusses kleinerer Schiebewinkel auf die Flugleistung erfolgreich verifiziert. Somit kann definitiv gesagt werden, dass die DG-300/17 noch einige unverstandene, aber höchst relevante Eigenheiten hat, für deren Erforschung wir uns wohl noch ein wenig werden strecken müssen.

Obwohl morgens keine Sondermessprojekte unterwegs waren, hatte der Messverband die Luft nicht für sich allein: Die Wetterreporter vom SWR drehten einen kleinen Beitrag, in denen die Idaflieger lobende Erwähnung finden, und begleiteten den ersten Schlepp auf ihrem Weg nach oben. Der Beitrag ist hier zu finden. Kurbels hochspektakulärer Auftritt wurde abends auch gleich mit einem „Mediengeilheits-Käschtle“ geahndet. (Ein „Käschtle“ ist die Standard-Strafe für Spaß bei der Arbeit, Unaufmerksamkeiten sowie Vergehen aller Art und bezeichnet sowohl linguistisch als auch volumenmäßig die schwäbische Version eines Bierkastens, nämlich „nur“ einen halben).

Neben dem Flugbetrieb liefen heute tagsüber noch eine Menge anderer Aktivitäten. So kümmerten sich Pünktchen, Mr. Bean und Falk um die Betreuung der zwischenzeitlich eingetroffenen eGenius-Besatzung. Diesen war z.B. ein Hallenplatz anzuweisen und das Messprogramm für die kommende Leistungsvermessung schon grob zu umreißen. Außerdem waren bei der Schwerpunktswägung der Berliner B13 zeitweise gleich fünf bis sechs Personen beschäftigt. Falk und Kurbel beschäftigten sich währenddessen mit dem Discus 2c-DLR, um die Umsetzung der vereinbarten Sonderwünsche durch Schempp-Hirth vor der endgültigen Übernahme genauer zu begutachten. Leider konnten dabei nicht alle Ergebnisse überzeugen.

Wegen des nur noch spärlichen Flugbetriebs-Personals fiel das Zachern ein wenig unter den Tisch. Neben einem Zacher-Refresher konnten nur Google die ASW 27 und Gummi die DG-300/17 fliegen. Letzteres diente v.a. der sowohl subjektiven als auch objektiven (durch die Messanlage) Dokumentation der Flugeigenschaften der DG-300/17.

Abends schlug dann die Stunde der Sondermessprojekte: Es gab eine weitere Anstrichbild-Untersuchung an den Winglets der SB 14. Da wir hier nicht mit Folie arbeiten wollen, handelte es sich dabei um einen ziemlich kurzen Schlepp. Trotzdem entstand das (recht gute) Bild hauptsächlich im F-Schlepp, so dass die Aussagekraft nur eingeschränkt ist. Da wird es wahrscheinlich noch einen Nachfolge-Versuch mit etwas optimierter Farbe geben – man braucht ja Herausforderungen… In diesem Zusammenhang soll auf das neu erstellte Hintergrund-Seite zum Thema Strömungsuntersuchungen hingewiesen werden.

Im Anschluss an den F-Schlepp wurde die VE dann noch einmal für einen Bodenstandlauf benötigt, diesmal jedoch mit dahinter stehender AK 8. Das Ganze diente der Prüfung des Öffnungsvorgangs des Anti-Trudelschirms. Alles wurde natürlich per Video dokumentiert; leider hat Tüte das Video immer noch nicht hochgeladen, so dass es hier noch keinen Link geben kann.

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