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Nach längerer Abwesenheit wegen akuten Eingespanntseins hier nun zunächst der Nachtrag für vergangenen Sonntag.

Morgens war wieder Flugleistungsvermessung der SB 14 angesagt, wie gehabt mit Mr. Bean in der „Heiligen“ und Kurbel in der SB 14. Dabei ging es – wie bereits am Samstag angedeutet – vor allem um die Wirksamkeit des neuen Blasturbulators. Somit wurden zunächst die letzten Messpunkte der Referenzkonfiguration (mit alten Winglets) erflogen. Im zweiten Flug wurden dann die Flugleistungen mit zugeklebten Blasturbulatoren erflogen und vor dem dritten Flug noch zusätzlich die Stauröhrchen entfernt. Somit sollte sich eine Aussage über die Auswirkungen eben dieser Stauröhrchen sowie des Turbulators selbst auf die Flugleistung treffen lassen.

Die SB 14 nach dem Abnehmen der Stauröhrchen.

Fachgerechte Aufbewahrung der Turbulator-Stauröhrchen: Auf dem Armaturenbrett des Braunschweiger Busses.

Zwischen den Messflügen gab es auch noch gute Laune, hier Tim und Claas.

Gegen Mittag, pünktlich zum Beginn des Spaßfliegens, traf dann der sehnsüchtig erwartete „Schlacro“ (Mü30) mit Hacke ein. Dieser dürfte gegenwärtig das einzige am Platz verfügbare Schleppflugzeug sein, das mit den hohen Abflugmassen von B13 und eGenius zurechtkommt.

Wegen des anhaltend guten Wetters wurde dann in einer Hau-Ruck-Aktion der eGenius schon am Sonntag für die Flugleistungsvermessung bereit gemacht. Direkt nach der vorläufigen Auswertung der SB 14-Daten wurde gegen Mittag damit begonnen, die Messanlage aus der SB 14 in den eGenius zu verpflanzen.

Nach geglückter Transplantation rollten eGenius und Schlacro dann bereits am frühen Abend zum Härtetest für den Schlacro an: Ein F-Schlepp von der 09 (leicht bergauf) bei geringem Wind und großer Dichtehöhe. Nachdem der Schlacro den Test meisterte (im negativen Falle hätte der eGenius noch mit eigener Motorleistung unterstützen können), konnte der Propeller des eGenius demontiert werden. Auf der bereits oben verlinkten eGenius-Homepage gibt es übrigens ein Video der F-Schlepp-Erprobung (mit einer Piper Pawnee).

Am späten Abend (der Rest der Frühaufsteher horchte schon an der Matratze) stand dann noch die Schwerpunktwägung mit Kurbel und Len vom eGenius-Team an.

Nachtschicht für Kurbel und Len.

Neben dem Spaßfliegen lief aber morgens zusätzlich der bisher wichtigste praktische Abschnitt der AK 8-Trudelerprobung: Google flog den „echten“ Auswurfversuch des Anti-Trudelschirms. Die vorhandenen GoPros wurden je auf die linke und die rechte Fläche geklebt, um das Geschehen zu dokumentieren. Beide Videos sind bei Youtube zu finden: linker Flügel, rechter Flügel. Zunächst wird der Ballast aus dem Kasten abgeworfen (linke Seite, hier: feiner Kies, sichtbar nur als kleine Wolke), im direkten Anschluss der Fallschirm ausgelöst, der den u.U. unkontrollierbaren Flugzustand des Trudelns durch einen beherzten Zug am Leitwerk beenden soll. Der Fallschirm ist auf der rechten Seite des Leitwerks mit einer Kupplung befestigt. Um sicher landen zu können, wird die Kupplung geöffnet, der Schirm löst sich und wird von der an der Hauptkappe befestigten Stichleine im nun geschlossenen Zustand hinterher gezogen, so dass nur die relativ kleine Aufziehkappe geöffnet bleibt. Trotzdem macht dieses Gespann noch gewaltigen Widerstand, wie auch am Längsneigungswinkel zu erkennen ist. Leider flatterte der Fallschirm im geöffneten Zustand sehr stark, weshalb sich die Zugleine einige Male um die Stichleine wickelte und beim Ausklinken durch die dann entstehende enorme Reibung leicht beschädigt wurde. Dies lässt sich jedoch mit einer handelsüblichen Nähmaschine leicht beheben und ist bereits im Gange.

Google, Pünktchen und Tüte vor dem Flugversuch am Rollhalt 09.

Auch wenn es gerade nicht so aussieht: Auch Tüte hat gute Laune, hier bei der Schwerpunktwägung der AK 8.

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