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Nach dem ergiebigen Niederschlag des vorherigen Tages war die Alb am heutigen Morgen sehr neblig, so dass die Durchführbarkeit der Leistungsvermessung fraglich war. Da sich hin und wieder einzelne Lücken zeigten, wurde dennoch aufgebaut, um ggf. schnell starten zu können. Nach einem kurzen Wetterflug von Schorsch und Falk in der VE wurde die Startbereitschaft jedoch zunächst verschoben. Die Sonne benötigte dann ungewöhnlich lange, um den Nebel schließlich wegheizen zu können, so dass der Messverband erst gegen 10 Uhr zum ersten und einzigen Mal in die langsam einsetzende Thermik starten konnte. Nach der vorgestrigen Einweisung pilotierte Mr. Bean die HpH 304 „Shark“. Um nicht zwei Neulinge gleichzeitig fliegen zu lassen, wurde Mr. Bean zunächst von Inge in der DG-300/17 begleitet; Philip wird dies übernehmen, sobald Mr. Bean hinreichend mit seinen neuen Aufgaben vertraut ist.

Dass dies keine schlechte Idee war, zeigte sich auch schnell an einem kleinen, aber wichtigen Detail: So verlangt die Messanlage im Vergleichsflugzeug (hier also in der HpH) eine geringfügig geänderte Bedienung, der Mr. Bean nicht nachkam. Somit war der heutige Flug nicht für die Auswertung zu gebrauchen, vielmehr war es ein „wertvoller Übungsflug“. Abends stand dann die Bestrafung dieser Nachlässigkeit an; auf die im Raum stehende Forderung, jeden verschwendeten Höhenmeter mit einem Käschtle zu vergelten, ging Atze als Käschtle-Richter jedoch nicht ein.

Kurz nach dem Messverband starteten dann die Mü13 und die B13 zu ihren jeweiligen Messflügen. Bei der Mü13 handelt es sich um eine große Reparatur, bei der die Flügelpfeilung zwecks Verbesserung der Flugeigenschaften leicht variiert wurde. Hier war der Neutralpunkt zu erfliegen, um die Modifikation zu überprüfen. Dies übernahmen im Tagesverlauf Baldu, Kai, Atze und Mr. Bean. Die B13-Crew beschäftigte sich mit der Erprobung ihrer Bremsklappen, namentlich mit der Forderung der Bauvorschrift, in Landekonfiguration bei MTOW ein Gleitverhältnis schlechter als 1:7 zu erreichen. Dies könnte zu einem Problem werden, weshalb Inge, Peter und Philip noch am Abend über Abhilfen berieten. Näheres dazu in Kürze.

Im weiteren Verlauf des Tages arbeiteten Google, Pünktchen und Kurbel den riesigen Haufen an Neulingen, die noch Zachereinweisungen und -Refresher brauchten, soweit wie möglich ab. Ventus, ASW 28-18 und fs 33 wurden ebenfalls erfolgreich bewegt. Insgesamt dürfte der heutige Tag wohl die mit Abstand meiste Zacher-Zeit des bisherigen Sommertreffens gebracht haben.

Gegen Mittag war dann auch die sehnlich erwartete SB 10 aufgerüstet, die Oli und Lars am vergangenen Abend aus Braunschweig nach Aalen gefahren hatten. Sie wurde dann auch sofort in die brandneuen, freundlicherweise gespendeten Allwetter-Bezüge verpackt, um dieses gewaltige Flugzeug (Donut bezeichnete es Käschtle-trächtig als „Ungetüm“) nicht jeden Tag rüsten zu müssen.

Abends standen dann noch ein B13-Flug sowie ein Anstrichbild an der vollgetankten DG-300/17 auf dem Programm, das Inge erflog.  Ziel war es, Widerstands-trächtige Effekte am Flügelprofil bei einem Flugzustand auszuschließen, bei dem die DG-300/17 Anomalien in der Leistungsvermessung gezeigt hatte, was auch gelang. Diese Strömungseffekte am Profil hätten etwa – so die Hypothese – auf durch den Wasser-Ballast verursachten Verformungen am Flügelprofil basieren können.

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