Am Mettwoch gab es dank Claas und Kuna (beide Braunschweig) Mett und Zwiebeln in Hülle und Fülle. Ein toller Start in den Tag. Für manche begann der Tag aber viel früher, denn gegen 5:30 (morgens- da wo noch dunkel und kalt ist. Dieser Lebensfeindliche Zeitraum, wo man weder noch noch schon munter sein mag.) hieß es wieder einmal: „Aufstehen, Meßwetter!“ für alle die ihren Weckwunsch durch eine (leere) Bierflasche vorm Zelt markierten.
Es starteten Die Heilige DG und der Duo Discus T aus Stuttgart mit den neuen Winglets, allerdings vorerst noch mit den alten.
Aufstellung für den Start zum Sonnenaufgang (Bild: Philip)

Aufstellung für den Start zum Sonnenaufgang (Bild: Philip)

Oben ist es doch etwas kälter: -1,4°C (Bild: Quasi)

Oben ist es doch etwas kälter: -1,4°C (Bild: Quasi)

interessante Front (Bild: Quasi)

interessante Front (Bild: Quasi)

Die Heilige aus dem Duo heraus geknipst (Bild: Mr. Bean)

Die Heilige aus dem Duo heraus geknipst (Bild: Mr. Bean)

Zwei Sets von Vergleichsflügen wurden geflogen. Im Vordergrund stand neben dem Sammeln von aktuellem Bildmaterial für die neue Fotogrametrie-Auswertungs-Routine auch das Manövertraining, da das morgendliche Chaos aus unausgeschlafenen Akafliegern, Flugzeugen, Piloten, Schleppmaschinen, Kullern, Haubenledern, Funkgeräten und weiterem wichtigen Zeugs erstmal wieder lernen muss wo was wann hingehört. Die Lernkurve war steil und es lief ohne größere Patzer ab. Es konnten 80 verwertbare Bilder gesammelt werden, welche über den Tag ausgewertet wurden.
Grübeln über den Z-Faktor (Bild: Kuli)

Grübeln über den Z-Faktor (Bild: Kuli)

Bei der Auswertung bereitete der Korrekturfaktor „Z“ wieder extra Aufwand. Um allerdings nicht für jeden Versuch erst künstlich falsche Fotos im Flug machen, kam Philip mit einer genialen Idee daher. Bei der Fotogrametrie werden die Flugzeuglängen, der vertikale Abstand der zwei Flugzeuge (Referenzflugzeug und das zu vermessende Flugzeug) und deren Lage zum Horizont ausgewertet. Die zwei Flugzeuge wurden durch zwei Stuhllehnen und der Horizont durch die Mauer vorm Aufenthaltsraum simuliert. So konnten äußerst preiswert und ohne viel Aufwand beliebig viele (auch absichtlich falsche) Fotos geschossen werden um die Routine zu überprüfen. Diese „Stuhlprobe“ von Philip begeisterte viele und wird wohl in die Annalen der Idaflieg eingehen. Die bescheidene Assage von Philip zu dem bisherigen Ergebnis: „Die Ergebnisse sehen so falsch nicht aus.“
 
 
Zwischen den Flügen der Flugleistungsvermessung gab es auch Sondermessprojekte, die die ruhige Luft am Morgen nutzen konnten.
So wurde der Fahrtmesser der Mü 28 kalibriert. Dafür wird ein an einem langen Schlauch befestigter Schleppkegel hinterher gezogen. Beim ersten Flug war der Kegel zu klein und schwang hin und her, was die Messungen wertlos machte. Ein spontan von Flaute (München) zusammengefrickelte größerer und schwerer  Schleppkegel wurde auf dn Namen SCHLUFO (Schlepp- UFO) getauft und mit der Mü 28 gestartet. Dieser hing brav am Schlauch und machte keine Sperenzchen. So konnten beim zweiten Messflug Daten gesammelt werden, welche nach ersten Betrachtungen verwertbar schienen und tagsüber ausgewertet wurden. Gegen Nachmittag wurde der Swift, das neue „Spielzeug“ der Münchner in Beschlag genommen und für die Messungen vorbereitet.
Der Swift wird für die Messungen vorbereitet (Bild: Lampe)

Der Swift wird für die Messungen vorbereitet (Bild: Lampe)

Die ASW 28 flog morgens zweimal. Geplant war in Höhenstufen (simple Flugleistungsvermessung) die Unterschiede bezüglich des Widerstandes bei offenem und geschlossenem Motorkasten zu ermitteln. Die Daten des ersten Fluges wurden mirakulöser Weise nicht aufgezeichnet, was diesen Flug im Nachhinein zum Spaßflug am Morgen werden ließ (siehe Käschtle-Ranking). Beim zweiten Flug wurde dann die Aufnahme der Daten korrekt gestartet und es wurden verwertbare Daten gesammelt.

ASW 28 (Bild: Aachen)

ASW 28 (Bild: Aachen)

Die Fünf-Loch-Sonde für den Twin III wurde erneut bei einer Testfahrt auf dem Fischermobil kalibriert und misst jetzt wie geplant den Anstellwinkel und den Schiebewinkel. Die VVZ (Vorläufige Verkehrszulassung) für den dazugehörigen Nasenmast kam endlich mit der Post an. Für die Temperatur und Feuchtesensoren wurden Kalibrierflüge durchgeführt. Dabei zeigte sich dass die Sensoren mit einer Hysterese behaftet sind, da für Auf- und Abstieg verschiedene Werte gemessen wurden, also Unterschiede auftreten je nachdem von welcher Seite man sich an die zu messenden Werte annähert.
Twin III über den Wolken (Bild: FischerTim)

Twin III über den Wolken (Bild: FischerTim)

Das Slipprogramm für die DG 1000 konne abgeschlossen werden. Ein neu hinzugekommener Pilot (Krapotke aus Berlin) muss allerdings jetzt noch beide FLugzeuge slippen (DG 1000 und Twin III)
 
Auch die zweite DG 1000, die zu unserem Flugzeugpark hinzugekommen ist flog heute. Sowohl Trubine als auch Tausend konnten erfolgreich geflogen werden. Um den neuen Ejektor zu untersuchen sollten Höhenstufen geflogen werden, allerdings war die Luft dafür zu Unruhig, die Thermik zu heftig, als dass etwas verwertbares hätte herauskommen können.
 
Nicht verwertbare Daten oder nicht aufgezeichnete Daten scheint auch dem Team um die D-39b  nicht unbekannt zu sein. Heute wurden zwei Messpunkte nachgeholt, die nciht aufgezeichnet wurde. Ob der Akku leer war, oder die Speicherkarte voll war lässt sich nicht mehr feststellen.
Letzte Instruktionen an der D-39b (Bild: Lampe)

Letzte Instruktionen an der D-39b (Bild: Lampe)

Bei der AK-8 nahm die Organisation für die nächsten Flugversuche den ganzen Tag in Anspruch. Das Flattern steht auf dem Programm. Doch davon mehr in den nächsten Tagen.
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